MARKUS HEINSDORFF
Biografie
1954
Geboren in Steinkirchen bei Rosenheim
1974
Praktikum für Steinmetz und Goldschmied
1976
Bildhauerstudium bei Robert Jacobsen, Akademie der Bildenden Künste, München
1986
Förderpreis des Bayrischen Staats-ministerium für Wissenschaft und Kunst
1980-1989
Arbeit als Goldschmied und Leitung von Gestaltungsseminaren, Rom
1989
Schwabinger Kunstpreis
1990
Projektförderung der Mathias-Pschorr-Stiftung
1998
1. Preis Wettbewerb Regensburg, Altstadt Hauptbahnhof mit Architekten Morphologik
2000
Nymphenburger Kunstpreis 2000
2002
Kinetik-Art Org. - Internationaler Preis für Skulptur
2004
UNESCO Aschberg Stipendium
Ausstellungen
Der Münchner Bildhauer Markus Heinsdorff ist außer mit seinen permanenten Installationen und Ausstellungen vor allem mit seinen Kunstaktionen im öffentlichen Raum bekannt geworden.
In München waren die wichtigsten:
1990
die Installation von Leichtmetallrahmen, Spiegel und bootskonstruktion über die Isar hinweg auf der Höhe der Praterinsel, wo Heinsdorff sein Atelier hat.
1995
die Installation eines Luftschiffes zwischen Europäischem Patentamt und Deutschem Museum, ein in mehrfacher Hinsicht gewagter Drahtseilakt.
1999
die begehbare Lichtinstallation „Untergrundspiele“, die eine unbenutzte unterirdische Halle der U-Bahn am Wettersteinplatz mit Schwarzlicht in ein magisches Ballspielfeld verwandelte.
2000
die nächtliche Großprojektion von www-Seiten des Internets, vom Zufallsgenerator ausgewählt, auf die Fassade des Hypo-Hochhauses am Effnerplatz und gleichzeitige Rückübertragung der Projektion ins Internet, als Heinsdorffs Auseinandersetzung mit der Allgegenwart der neuen Medien.
Außerhalb Münchens waren die wichtigsten:
1997
schickte Heinsdorff gemeinsam mit seinem Münchner Bildhauerkollegen Martin Rosenthal 8 einfach gezimmerte schwarze Kästen mit jeweils 8 Innenräumen für Leucht-, Klang- und kinetische Objekte vom Zhejiang Museum in Hangzhou aus unter dem Titel „Windows- Marco Polos Traum“ als chinesische Wahrnehmungskammern auf Reisen, zum Museum Querini Stampaglia in Venedig, zur Kunsthalle Orensanz in New York, zum Donaufestival in Linz und zum Haus der Kulturen in Berlin.
1999
thematisierte er unser Wahrnehmungsverhalten gegenüber Ausgrabungsstätten, mit der Neonschriftinstallation „QUID VIDES“ in Cuma, Ort der Höhle der Sybille, bei Neapel, neben Interventionen von Beverly Pepper, Mauro Staccioli, Anne & Patrick Poirier etc.
2002
errichtete er vor der Galerie Gaya in Ubud/Bali ein 27m langes Luftschiff aus Bambusrohren, zusammen mit balinesischen Handwerkern, ein von der SüddeutschenZeitung gefeierter Kunstevent.
Mehr unter www.heinsdorff.de


